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In Bordeaux hat das Gerichtsverfahren gegen zwölf Mitglieder der sogenannten „Grand Cru Gang“ begonnen. Den Angeklagten – darunter fünf chinesische Staatsbürger – wird vorgeworfen, bei Einbrüchen in 13 Weinlager in der Region 4.000 Flaschen Premium-Weine im Wert von rund 2,5 Millionen Euro geraubt zu haben, berichten La Revue du Vin de France und die Agentur AFP. Unter den gestohlenen Weinen waren Bordeaux Premier-Crus, Château d'Yquem, Angélus, Pétrus und Cheval Blanc, Romanée-Conti sowie rare Whiskys. Sie wurden an Restaurants und nach China weiterverkauft.
Hauptangeklagter ist ein 34-jähriger Mann aus der Region Bordeaux, der sich als „Vermittler“ bezeichnet, laut Staatsanwaltschaft aber auch der Auftraggeber der Raubzüge gewesen sein soll. Ihm wird auch schwere Körperverletzung vorgeworfen. Weiter soll er mehreren chinesischen Mitangeklagten insgesamt 100.000 Euro geraubt haben. Bei ihm zu Hause fand die Polizei zudem einige der gestohlenen Flaschen. Für ihn fordert die Anklage mindestens zehn Jahre Gefängnis. Ein chinesischer Gastronom, der die Beute von elf Einbrüchen verkauft hat, soll zu sechs Jahren Haft und 25.000 Euro Geldstrafe verurteilt werden. Für die weiteren Angeklagten fordert der Staatsanwalt zwischen einem und acht Jahren Gefängnis.
(al; Bild: Midjourney KI)
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