Diesmal geht’s diesmal um die zwei Seiten der feinen Perlen im Glas: Eine Reportage bietet interessante Einblicke in die Herstellung von hochwertigem Sekt. Der zweite Film zeigt, warum Champagner tödlich enden kann.
ARD-Mediathek, SWR-Serie Handwerkskunst, Länge: 29:44 min
Plooooppp! Ein Film über Sekt muss selbstverständlich mit dem charakteristischen Geräusch beim Öffnen einer Flasche in Nahaufnahme beginnen. Aber hier wird der Kronkorken für die erste Phase der traditionellen Flaschengärung entfernt.
„An die Freude“ steht in Großbuchstaben auf dem Flaschenhals. Der Claim erinnert an eines der berühmtesten Gedichte Friedrich Schillers. Den Titel des ursprünglichen Trinklieds hat Maximilian Wagner, einer der Shootingstars der deutschen Schaumweinszene, bewusst gewählt.
„Sekt trinken soll etwas sein, bei dem man die Freude hochleben lässt. In den Momenten, in denen Menschen zusammenkommen, (..) gemeinsam den Moment genießen“, beschreibt Wagner seine Mission, hochwertigen Sekt in die Flasche zu bringen. Das tut er seit 2020, als er nach seinem BWL-Studium und Stationen in der Getränkebranche eine Sektkellerei gründete. Auf 777 Metern Meereshöhe ist sie laut seinen Angaben die offiziell die höchste ihrer Art – ein hübscher Marketing-Gag in Zeiten der Superlativen. Viel spannender aber ist der Weg von der Handlese der Chardonnay- und Spätburgundertrauben im Weinberg im Markgräfler Land bis zur Flaschengärung bei Heinz Wagner Sekt im Schwarzwald.
Die Folge der SWR-Fernsehreihe „Handwerkskunst“ erzählt in ruhigen Bildern von der Sorgfalt, Präzision und Geduld des Winzers in Sankt Blasien und seines Kellermeisters Maximilian Greiner. Er betreibt ein Bioweingut im Markgräfler Land.
Mein Tipp: Weinfreunde und Schaumwein-Fans sollten sich den gut gemachten Einblick in die Herstellung des Sekts aus dem Schwarzwald mit ein paar schönen Perlen im Glas gönnen.
verfügbar bis 21.1.2028, Dauer 5:08 min
Gleich vorweg: Der Mann mit der Basecap, dem kantigen Gesicht und den fokussierenden Augen ist nicht Elon Musk, sondern der deutsche Krimi-Autor Tom Hillenbrand auf Besuch in Luxemburg. An seiner Seite ein Kamerateam des Saarländischen Rundfunks, das den Autor durch die Altstadt des kleinen Großherzogtums begleitet und mit ihm Schauplätze seiner Krimireihe besucht.
Und darum geht’s: Die Hauptfigur Xavier Kieffer ist ein ehemaliger Sternekoch. Als Gastronom und Gourmet hat er von Kriminalistik so gar keine Ahnung, aber umso mehr vom Essen und Genießen. Das Rezept der Krimireihe um den kochenden Ermittler kommt mit wenigen Zutaten aus: Es geht um Genuss, Gier und illegale Geschäfte in der Lebensmittelherstellung. Neben turbulenten Verbrecherjagden gibt es für die Leserschaft immer auch interessante Wissenshappen in Warenkunde und beim Wein.
Kein Wunder, dass das Luxemburger Tourismusbüro auch Stadtführungen anbietet. Einige Stationen sind auch im TV-Porträt zu sehen: zum Beispiel das Wohnhaus und Restaurant des Roman-Protagonisten sowie der Briefkasten für Xavier Kieffer-Fans in der Unterstadt.
In Band acht seiner Krimireihe, „Verhängnisvoller Champagner“, geht’s um lukrative Geschäfte und Verbrechen in edlem Ambiente: Der Luxemburger Koch hat einst seine Lehre in der Champagne absolviert. Als er dort einen alten Freund besucht, der inzwischen ein Champagnerhaus leitet, wird er Zeuge eines schrecklichen Unfalls. Oder war es etwa Mord?
Auch wer die Handlung schon kennt, wird den kurzweiligen TV-Rundgang durch die Heimat des Küchendetektivs genießen. Also: Die Agraffe behutsam lösen. Den Korken mit der Hand umschließen und mit festem Griff die Flasche in Zeitlupe drehen. Den Korken ruhig aus der Flasche gleiten lassen und den Champagner langsam in die Gläser füllen. Doch Vorsicht! Kieffer muss während seiner Ermittlungen feststellen: Nicht alles, was moussiert, verdient auch den Namen Champagner – und das kann sogar den Tod zur Folge haben.
Tom Hillenbrand: Auf den Spuren seines Krimis „Verhängnisvoller Champagner” ansehen